Dienstag, 24. November 2009

Rohmaterial

Den ganzen Abend gab es keinen Strom und kein Internet. Kurz bevor ich meine Äuglein schließen wollte, hats plötzlich doch geklappt. Ein Video gibts mal, um einen Bericht zu schreiben bin ich leider zu müde. Coming soon!!! Ich wurde gefragt, ob ich nicht mal einen Film ohne Hintergrundmusik sondern einfach mit dem Originalton machen kann, Bilder aus dem Alltagsleben...bitte sehr, enjoy Lilongwe! Ich sags aber gleich, Oskar gewinne ich mit diesem hier keinen.

Donnerstag, 19. November 2009

Movie again!

Es tut mir leid, ich habe mit diesem Video sicher nicht den Musikgeschmack von jedem getroffen aber man kann den Ton ja auch wegschalten und eine Cd auflegen!
Liebe Grüße aus Lilongwe!!!

Montag, 16. November 2009

Lilongwe/Monkey Bay/Lilongwe/Likoma/Karonga/Lilongwe















Muli Bwanji!
Heute war wieder mal ein ganz besonders heißer Tag. In der Früh wurde ich von den Sonnenstrahlen aufgeweckt, die durch das Fenster geschienen haben wie ein Lichtstrahl der durch eine Lupe geschickt wird. Ich weiß, das ist gemein, denn soviel ich weiß, ist es in Österreich zur Zeit alles andere als warm. Im Laufe des Vormittags, haben sich dann ziemlich großer Wolken aufgetürmt, aus denen es dann zur Mittagszeit für etwa eine Stunde dermaßen geschüttet hat, das innerhalb von Minuten rund ums Haus kleine Bäche entstanden sind. Wenn es dann beginnt öfter und länger zu Regnen, kann eine Straße schon mal zu einem Fluss werden und ein Fluss zu einem großen Problem. Heute hat der Regen aber wie gesagt relativ schnell wieder nachgelassen und danach hat es uns die Sonne wieder so richtig besorgt! Das ist der schlimmste Mix, Gewitter und Feuchtigtkeit mit Sonne und Affenhitze! Selbst wenn man einfach nur da sitzt und sich nicht bewegt, du schwitzt. Wenn dein Auto dann keine Klimaanlage hat und du in einer Schlange mit 20 anderen vor dir stehst, dann wir es unangenehm. Wo kann so etwas vorkommen? Nein, nicht beim Mc Drive, den gibts hier nämlich nicht. Ihr habt schon richtig gelesen, kein Mc Donalds, zumindest nicht in Lilongwe. Dafür gibt es einen Mc Daughts! Selbes Logo, ähnlicher Speiseplan, witzig oder!? Aber auch da haben wir nicht eineinhalb Stunden unseres Nachmittags im Auto verbracht. Wisst ihrs schon? Ich gebe euch einen Tip: Malawi hat zu wenig Geld, um sich Diesel und Benzin leisten zu können. Auch Avgas und Kerosin (der Stoff mit dem Flugzeuge fliegen) ist Mangelware. Genau! Auf der Tankstelle! Wir haben Diesel gebraucht, zwar haben wir das Glück und besitzen vier Fahrzeuge von denen nur eines mit Diesel fährt, aber auch das muss getankt werden. Benzin gibt es zur Zeit, zwar nicht viel aber immerhin genug, sodass nicht halb Lilongwe bei den Tankstellen auf Stoff wartet! Vor uns, ein paar Lkw und ein paar Pkw, alle warten darauf tanken zu können, aus einer einzigen Dieselzapfsäule. Von beiden seiten kamen sie schon. Ihr müsst euch einen einzelnen Tankhahn vorstellen, an den sich von links und von rechts massen von Autos herantasten und rundherum auch nochmal ca. zwanzig bis dreißg Menschen stehen, die ihre Kanister volfüllen wollen. Alles im 4/4 Takt, Auto rechts, Kanister, Auto links, Kanister, Streit, noch mehr Kanister, Lkw, Streit und wieder Kanister. Zum Glück laufen dort Leute rum, die Essen und Getränke verkaufen. Brot, Mehlspeisen, Fleischtaschen, Gemüsetaschen. Trotzdem, das kann man sich in Österreich gar nicht vrostellen was sich an einer Tankstelle abspielen kann. Wisst ihr, das Land verhungert, Menschen sterben früh, Kinder können nicht zur Schule, es gibt oft keinen Sprit, von dem manche aber leben, da sie mit ihrem Minibus herumfahren und Leute von A nach B bringen oder sie sehr weite Strecken fahren müssen, um zur Arbeit zu gelangen. Aber der Präsident, Dr. Bingu wa Mutharika meinte trotzdem er müsse sich in einer Nacht und Nebel Aktion einen brand neuen Regierungsjet, um nicht weniger als 16 Millionen Dollar zulegen. Das kostet der Flieger mal in der Anschaffung, was man genau für eine Flugstunde hinlegt, möchte ich gar nicht schätzen. Aber eines kann ich euch versichern, man bekommt einen gerbauchten Audi A3 dafür. Und das waren dann noch nichteinmal alle Kosten. Mir kommt es wirklich hoch, wenn ich daran denke, was man mit diesem Geld alles machen hätte können. Wie viele Menschen man ernähren oder wie viele Schulen man bauen könnte. Wenn er etwas überlegt hätte, dann wäre er sicher früh genug drauf gekommen, wie viele etliche Stunden man um dieses Geld ein Flugzeug chartern könnte. Die zwei Super Puma Militärhelikopter die ihm Tag und Nacht zur Verfügung stehen waren ihm anscheinend zu unbequem oder zu langsam. Gestern erst habe ich am Flughafen in Lolongwe gesehen, wie er abgereist ist, in seinem frisch lakierten Jet. Ziel: unbekannt, nichteinmal über Funk haben sie es durchgesagt. Ich denke, dass speziell Präsidenten oder hochrangige Regierungsangestellte ärmerer Länder, noch weniger mit Geld und Macht umgehen können als die anderer Länder. Wer in Lehmhütten aufwächst, sich mit aller Kraft hoch kämpft und es dann schafft ein nennenswertes Mitglied der Regierung zu werden, der hat das recht sich alles zu gönnen. Wie ich da hin komme? Ich preise Wasser und trinke Wein!
Trotzdem möchte ich noch kurz auf meine Bilder eingehen. In der Früh gings los nach Monkey Bay, ihr wisst schon, die runway die keine ist! Wohl eher ein riesen Fußbalfeld für Kinder, ein guter Gehweg für Erwachsene und ein netter Spielplatz für junge Hunde. Die Landung ist mir trotzdem gut gelungen, obwohl im short final noch ein Herr ganz langsam und gemütlich quer über die Landebahn spaziert ist. Hätte das Flugzeug eine Hupe, ihr könnt euch sicher sein dass ich ihn damit weggeblasen hätte. Naja, alles gut genagen. Nach einem Zwischenstop in Lilongwe zum auftanken gings dann weiter nach Likoma, auch nur kurz...gelandet, Cargo raus, Gäste rein und weiter gehts zurück nach Lilongwe. Nur ohne mich, ich bin umgestiegen in 7Q-BAT, unsere 2Mot! Salmon und ich sind damit nach Karonga geflogen, das ist im Norden von Malawi und liegt auch direkt am See. Die Gegend da ist toll, links von dir die Berge und rechts von dir die Küste! Der Tower hat sich erst dann gemeldet, als wir im Tiefflug übers Flugfeld geprettert sind, er hat uns später gesagt, dass er unten Big Brother Africa geschaut hat. Auch da gabs für uns nur einen kurzen Aufenthalt, unsere Gäste sind kurz nach uns am "Flughafen" angekommen. Der folgende Flug war etwas ganz besonderes, weil er nach Lilongwe auf direktem Wege über das wunderschöne Nyika Plateau führt. Den schönsten Ort, den ich bis jetzt in Malawi gesehen habe. Es war wirklich ein wahnsinns Gefühl, im Tiefflug über die grünen Hügel und die vielen kleinen Oasen zu fliegen. Das Plateau selber befindet sich schon auf 8000 Fuß, somit ist es sich schön mit einem langsamen Steigflug von Karonga ausgegangen, alles genau bewundern zu können. Bei unserem Überflug, der ca. zehn Minuten gedauert hat, haben wir Herden von Antilopen gesehen und Zebras, die am grasen waren. Und das alles aus dem Cockit, von oben. Ich kann mir eigentlich nichts schöneres vorstellen, wären wir in diesem Moment abgestürzt, es wäre mir wahrscheinlich egal gewesen. Könnt ihr euch das vorstellen? Bitte...macht die Augen zu fliegt in Gedanken mit mir mit. Die grünen Wälder ziehen an dir vorbei, vor dir siehst du eine Herde von Antilopen, etwa 20-30 Stück, sie beginnen vor dir weg zu laufen. Diese Bilder kennst du besten Falls aus König der Löwen. Ein paar Sekunden danach kommen hinter dem nächsten Hügel vier Zebras auf dich zu, du kannst sogar erkennen, dass sie gerade an irgendetwas herumkauen. Die Zebras lassen sich eher nicht vom Motorengeräusch beeindrucken. Du schaust auf den Geschwindigkeitsmesser...170kt, das sind mehr als 300 kmh. Dich beeindruckt das ganze so, dass du glaubst die rische Luft der Berge riechen zu können...verucht es und wer es sich nicht vorstellen kann sollte es erleben, denn der nächste Urlaub in Amerika, der Türkei oder in Frankreich kann warten, glaubt mir das!
Gute nacht euch allen;)

Sonntag, 15. November 2009

Happy Likoma Birthday























Zu diesem Blog möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen, denn er ist nur eine Ergänzung zum letzten. Was mir aber wichtig ist: Die Bilder, auf denen wir Alkohol trinken, sind an unserem freien Tag auf Likoma entstanden und wir mussten den Tag darauf nicht fliegen. Wir sind uns unserer Verantwortung sehr wohl bewusst und haben, auch wenn es auf den Bildern nicht ganz danach aussieht, einen gewissen Pegel nicht überschritten. Ich denke morgen oder vielleicht übermorgen gibt es wieder ein paar neue Pix! Bis dahin viel Spaß mit diesen hier!

Freitag, 13. November 2009

Geburtstag auf Likoma























Vielen Dank für eure Glückwünsche, ich habe alle erhalten und mich wahnsinnig gefreut! Ich glaube an Tagen wie Weihnachten und Geurtstag vermisst man seine Freunde und Familie ganz besonders. Aber ich muss sagen, es war auch ganz okay auf Likoma Island. Zwar ruhiger und ohne Party, dafür konnte ich aber im Malawisee tauchen gehen und habe abends mit ein paar netten Leuten die Kirstein und ich bei Mango Drift, Backpackers Lodge kennengelernt haben ein paar Bier getrunken. Wenn man wie ich, schon mit 25 Panik vor dem Altern hat, dann feiert man auch gerne mal im Untergrund bis gar nicht. Ja ich weiß, mit diesem Satz beleidige ich so ziemlich alle die älter sind als ich, aber jeder geht mit seinem Alter andes um. So und jetzt genug davon.
Ich weiß eigentlich nicht was man über Likoma noch schreiben kann, außer dass es super schön ist und man hier außer relaxen, tauchen, essen und trinken nichts anderes machen kann/muss. Und all das habe ich gemacht. Scubadiving habe ich am Mittwoch zum ersten mal in süßwasser gemacht, das aber aussieht wie ein Meer. Ich war vorher schonmal in diversen Seen tauchen, aber keiner von denen war auch nur annähernd so klar, groß und tief wie Lake Nyasa (der ursprüngliche Name des Sees)! Ich muss aber sagen, dass an diesem Tag die Sicht gar nicht so gut war wie zum Beispiel an Tagen zuvor an denen ich nur schnorcheln war. Haie, Korallen oder Rochen sieht man leider nicht so viele wie im roten Meer, eigentlich habe ich keinen einzigen zu gesicht bekommen, wieso bloß? Dafür aber schönste Steinformationen und einen Fisch, den ich zum letzten mal im Fernsehen mit sechs Jahren gesehen habe. Nämlich in "Die lustige Welt der Tiere". Leider habe ich den Namen des Fisches vergessen, aber er ist deswegen so bekannt, weil er seine Jungen bei Gefahr in den Mund einsaugt. Und das sind nicht nur zwei drei sondern an die hundert. Das witzige ist auch, dass in diesem Film die Jungen in den Mund der Mutter flüchten, weil irgendein grimmiger Barsch oder sowas in der Art dahergeschwommen kommt und genau den habe ich auch gesehen!! Ich musste echt lachen unterwasser.
In der Nacht konnte ich dann kaum schlafen. Ich weiß nicht ob von euch schon mal jemand ein tropisches Gewitter miterlebt hat, aber die Nacht wurde zum Tag. Es hat geblitzt wie im Krieg, als würden tausend Bomben über dem See abgeworfen werden. Und in einer Strohütte, bekommt man das alles ziemlich gut mit. Dicht war sie ja zum Glück aber gehört und gesehen hab ich trotzdem alles. Noch in der Früh hat es gedonnert und geregnet, an dem Tag an dem wir wieder nach Hause fliegen mussten. Das schweizer Pärchen, dass mit uns geflogen ist, hatte keine Ahnung, dass wir im Kopf schon Plan B, C und D hatten. Denn außer Donner in der Ferne und Regen hier, hatten wir keine Wetterberatung. Control war noch nicht online;) Alles was wir hatten war das Wetter in Lilongwe und das war laut tower ganz okay. Über dem See sind wir langsam gestiegen, eingebettete Gewitterwolken wollten wir mit aller Kraft vermeiden nur leider ist es nicht leicht, die von normalen Schichtwolken in so einem Sauwetter zu unterscheiden. Wenn es Blitzt und anfängt zu Hageln ist man drinnen und spätestens wenn es anfängt wie wild zu rumpeln, sollte man sich überlegen umzudrehen. Zum Glück ist es nicht so verlaufen, alles easy, außer schlechter Sicht und Regen, der den Flieger gewaschen hat, hat nichts auf uns gewartet. Und als wir uns dann Lilongwe genähert haben, wurde auch das weniger. Zur Belohnung durfte ich dann zum ersten mal seit meiner Ankunft eine dunstfreie Aussicht aus dem Cockpit genießen, die sicher über hunderte Kilometer ging! Und außerdem war es dann außerhalb der Wolken ein derartig ruhiger Flug, dass man dachte man fliegt auf schienen.
Dies ist der erste Teil der Fotos, Kirstein einer unserer Piloten hatte seine Spiegelreflexkamera mit, auch von der gibt es in ein paar Tagen die besten shots! Bis dahin wünsche ich allen ein schönes Wochenende!!!